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„Feinstes Filetstück“ der Inselschule eingeweiht

Anbau für Ganztagsschulangebot auf Langeoog seiner Bestimmung übergeben / Nachwuchs zeigt Resultate aus Projektwoche

„Das Sprichwort ,Viele Köche verderben den Brei’ hat sich hier ganz und gar nicht bewahrheitet. .

„Das Sprichwort ,Viele Köche verderben den Brei’ hat sich hier ganz und gar nicht bewahrheitet. Herausgekommen ist nämlich kein Brei, sondern ein feinstes Filetstück“, unterstrich Angelika Fischer, die Leiterin der Inselschule Langeoog, gestern im Rahmen einer Einweihungsfeier. Und sie meinte damit den fertig gestellten Anbau, an dem viele Institutionen und Personen mitgewirkt hätten. Nachdem die Ganztagsschule im Herbst 2001 angeschoben und Anfang August 2002 eingeführt worden war, gehöre die Pausenhalle als Versammlungs- Improvisation nun endlich der Vergangenheit an. Die neue Schulaula, in der gestern auch die Feierstunde mit zahlreichen Ehrengästen stattfand, bezeichnete Fischer als „Herzstück“ der Schule.
Besonderes Lob zollte die Schulleiterin dem Insel-Architekten Harro Schreiber, dem „viel gefragten“ Hausmeister Wolfgang Schönau und dem Bauamt des Landkreises, das die Schule „eng an der Planung beteiligt und die Wünsche dabei weitestgehend berücksichtigt“ habe.
Wie dieser 120 Quadratmeter große „multifunktionale Kommunikationsraum“, über dem zwei Klassenräume für den modernen Ganztagsschulbetrieb eingerichtet wurden, genutzt werden kann, machten sodann die Schülerinnen und Schüler selbst auf der Bühne deutlich.
Mit großem Elan demonstrierte der Musikworkshop, was er während der kürzlichen Projektwoche einstudiert hatte: Lieder wie „Ihr seid nicht umsonst gekommen“ und „25 Tausendfüßler“ erhielten ebenso kräftigen Beifall wie mit Percussionsinstrumenten ausgeführte Hörbegleitstücke.
Die Theatergruppe hatte Wilhelm Tells Apfelschuss-Szene ins heutige Deutsch übertragen, und die Tanzgruppe bewegte sich sehenswert zu „All about us“ von „Tattoo“. Außerdem boten Drittklässler ein Gedicht.
Tomke Voß und Kira Wilken führten durchs Programm.
Neben Bürgermeister Hans Janssen, der von deutlich verbesserten Möglichkeiten für den Ganztagsschulbetrieb sprach und für den Inselschulbesuch bis einschließlich der zehnten Klasse warb, gratulierte auch Landrat Henning Schultz. „Es handelt sich ja schon um eine aufgeschlossene Schule“, erklärte er augenzwinkernd, bevor er den symbolischen Schlüssel an Angelika Fischer weitergab.
Die Inselschule habe schon früh die Zeichen der Zeit erkannt und den Gedanken der Ganztagsschule verinnerlicht, erklärte der Landrat.
Der Kreisausschuss habe sich dem Wunsch der quantitativen Verbesserung nicht verschlossen und Anfang 2004 für das 483 000 Euro teure Projekt gestimmt, wobei 90 Prozent (434 000 Euro) aus Bundesmitteln bewilligt wurden. In diesem Zusammenhang hob Henning Schultz hervor, dass der Kreis derzeit etwa zwölf Millionen Euro in seine Schulen investiere. „Schüler sollen bei uns gut ausgebildet in die Welt hinaus gehen können“, sagte Schultz und erntete hierfür anhaltenden Beifall.