Du bist hier: Inselschule Langeoog > Aktuelles > Schuljahr 2014/15

Frankreich ist gar nicht so weit weg von uns

Woche der deutsch-französischen Freundschaft

Alljährlich findet seit einiger Zeit in den Schulen des gesamten Bundesgebiets ein Aktionstag "Deutsch-französische Freundschaft" anlässlich des Jahrestages der Unterzeichnung des Élysée-Vertrags statt. Auch die Langeooger Inselschule nahm diesen ganz besonderen Tag zum Anlass um das Nachbarland Frankreich näher kennenzulernen.

Auf Langeoog sollte die Aktion anlässlich des 1963 geschlossenen Freundschaftsvertrages mit Leben gefüllt werden", so die aktionsleitende Lehrerin  Marion Boelsen.

Um das breite Spektrum abdecken zu können, beschäftigte sich die Schule nicht nur einen Tag mit dem Nachbarland Frankreich, sondern nahm sich eine Woche Zeit, um die verschiedenen Schwerpunkte zu erarbeiten.  Dass es zu einem vollen Erfolg wurde, zeigte sich bereits beim  Eintreten in die blau-weiß-rot geschmückte Inselschule.

 

In Arbeitsgemeinschaften hatten sich die Schüler und Schülerinnen einzelne Schwerpunkte vorgenommen, wobei es unter anderem galt, die französischen Einflüsse auf das Leben in Deutschland hervorzuheben. "Für unsere Kinder war Frankreich bislang ganz weit weg, damit hätten sie nichts zu tun", war die Meinung der meisten Schüler, so Marion Boelsen. Im Laufe der Aktionstage änderte sich die Einstellung der überraschten Kinder, berichtete sie. Die Erkenntnis, dass der Einfluss Frankreichs auf das Leben in Deutschland groß ist, zeigte sich schließlich nicht alleine durch die leckeren französischen Spezialitäten, die umrahmt von französischer Musik zum Verzehr angeboten wurden. Neben aufgehängten Plakaten französischer Filme hatten die Inselschüler Stellwände und Arbeitsplakate mit vielen Informationen, Fotos und Ergebnissen zusammengestellt. So zeigte sich schließlich, dass auch einige unserer Lebens- und Genussmittel, beispielsweise Trüffel, Wein und Champagner, aus dem Agrarland Frankreich stammen. Auch musikalisch und unter den Filmen finden sich ebenso französische Einflüsse bei uns wieder, wie in der deutschen Sprache.

 

In weiteren Arbeitsgemeinschaften waren viele deutsch-französische Städte-Partnerschaften aufgezeigt und bekannte französische Physiker wurden vorgestellt, die mit ihren Erfindungen und Erkenntnissen maßgeblich zum Wissensstand und zur Entwicklung des Menschen beigetragen haben.

 

Ganz besonders am Herzen lagen Marion Boelsen die deutsch-französischen Beziehungen im Wandel der Zeit. "Während unsere Eltern vor allem die schwierige Zeit kannten,  sind unsere Kinder nur mit dem heutigen freundschaftlichen Verhältnis der beiden Länder zueinander vertraut. Sie können sich die Diskrepanzen von früher nicht mehr vorstellen", resümierte sie. 

 

Neben vielen weiteren informativen Arbeiten, gab es im Erdgeschoß der Inselschule noch eine ganz besondere Straße: die "Rue du 22 Janvier", deren Name auch in Frankreich zahlreiche Straßen schmückt. Ein Name, der auch in der Langeooger Inselschule ein Zeichen setzt für die deutsch-französische Freundschaft.

 

Am Ende der Woche gab es eine Rallye - in einer Grundschule- und einer Sek-1-Version - , in der die Schüler noch einmal beweisen konnten, dass sie die Plakate und Bilder aufmerksam gelesen hatten. Als Preise winkten ein Hausaufgaben- und ein Büchergutschein, die unter den Teilnehmern mit fehlerfreien Lösungen ausgelost wurden.  

 

Bilder/Text: Sabine Klette, langeoognews.de , ergänzt: cschicke

 

Bienvenue2.jpg

Unsere "Rue du 22 Janvier" 

("Straße des 22. Januar")