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Punk Rock in Wilhelmshaven

Inselschüler auf Theaterfahrt

 

Normalerweise ist ein Theaterbesuch für Schulen kein großer Akt: Man verabredet sich eine Viertelstunde vor Beginn und verabschiedet sich nach der Aufführung wieder. Für Langeooger Schüler gestaltet sich so ein Besuch jedoch aufgrund der Insellage durchaus schwieriger - vor allem langwieriger.

 

 

So mussten die Neunt- und Zehntklässler der Inselschule Langeoog, begleitet von Schulleiterin Angelika Fischer sowie den Lehrern Anja Börgmann, Annika Canto und Uwe Fiebig, bereits die 10:30 Uhr-Fähre nehmen, um an der Abendvorstellung der Landesbühne Nord in Wilhelmshaven teilnehmen zu können.

 

Nach der Überfahrt und dem Bustransfer erreichten die Kulturfreunde gegen Mittag die Jadestadt. Dort bot sich für die Teilnehmer zunächst die Gelegenheit, durch die Innenstadt zu schlendern, Besorgungen zu machen oder einfach nur zu shoppen, bevor dann am Nachmittag die Besichtigung des Stadttheaters auf dem Programm stand.

 

Zunächst hielt Theaterpädagoge Frank Fuhrmann einen kleinen Vortrag über die Arbeit der Schauspieler im Theater sowie die Abläufe im Haus insgesamt. Fortgesetzt wurde die interessante und lehrreiche Führung durch den Besuch sämtliche Werkstätten der Landesbühne, bei dem sichtbar wurde, wie viele Hände nötig sind, um dem Publikum eine gelungene Vorstellung zu präsentieren. Abgeschlossen wurde der Rundgang mit der Besichtigung der Bühne durch den sprichwörtlichen Blick hinter den Vorhang.

 

Nach dem ersten Eindruck des Theaters und der informativen Führung, die auch der Berufsorientierung diente, war nun noch einmal Zeit sich in der Stadt aufzuhalten, bevor ein chinesisches Buffet in einem Restaurant auf die Schüler und Lehrer wartete.

 

Schließlich folgte um 20:00 Uhr der Höhepunkt des Tages: die Theatervorführung „Punk Rock“. Das von Simon Stephens geschriebene Stück beschreibt den Alltag von sieben Jugendlichen, die kurz vor den Prüfungen stehen. Sie streben nach guten Noten, Bewunderung, dem Ansehen der anderen, gemeinsame Momente mit der ersten Freundin bzw. dem ersten Freund. Der Autor zeigt auf, dass dieser Kampf nicht fair ist, oft werden Mitschülerinnen oder Mitschüler, die nicht diese Anforderungen erfüllen, ausgeschlossen. Mobbing, Frustration, Liebeskummer, Angst bestimmen das alltägliche Leben. Stephens vergisst dabei nicht, die Parallelen auf die Welt der Erwachsenen zu ziehen. Der überwiegende Teil der Schüler fand das Stück sehr unterhaltsam, wurde aber auch zum Nachdenken über das eigene Leben und das der anderen angeregt.

 

Nach der Veranstaltung gegen 22:00 wartete bereits der Bus, der die Gruppe wieder zurück zum Anleger beförderte, wo das Sonderschiff bereits wartete. Der ereignisreiche Tag ging gegen 23:30 auf Langeoog zu Ende.

 

Text: Leo Barenthin / Bilder: Uwe Fiebig

 

 

 

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