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Hineinschnuppern in die Berufswelt

Schülerinnen und Schüler stellen ihr Betriebspraktikum vor

 

Auch in diesem Jahr absolvierten die Schülerinnen und Schüler der 9. Klasse der Inselschule ein dreiwöchiges Betriebspraktikum, um neue Berufsfelder kennenzulernen oder ihre Eignung für ihren Traum-Beruf zu überprüfen. Viele Langeooger Betriebe erklärten sich bereit, unsere Praktikanten in das Berufsleben einzuführen und sie zu betreuen. Dafür vielen herzlichen Dank!

Für Berufe, die auf der Insel nicht angeboten werden, können sich die Schülerinnen und Schüler einen Praktikumsplatz in einem Gebiet aussuchen, das bis nach Oldenburg reicht.

 

 

In einem kurzen Bericht stellen alle diesjährigen Praktikanten hier „ihr“ Praktikum vor, um den nachfolgenden Jahrgängen zu zeigen, was in den jeweiligen Berufen gefordert und als Praktikant bereits möglich ist.

 

Pharmazeutisch-Technische Assistentin, Langeoog

 

Ich habe vom 04.05.2015 bis zum 22.05.2015 mein zweites Praktikum in der Inselapotheke auf Langeoog absolviert, welches mir sehr viel Spaß bereitet hat.

Ich wurde sehr freundlich im Team der Apotheke aufgenommen und habe mich wirklich wohl gefühlt. Des Weiteren war ich sehr begeistert, dass ich meinen Kolleginnen so tatkräftig unter die Arme greifen durfte. Beispielsweise durfte ich einige Salben und Cremes herstellen und konnte dabei schon viele Erfahrungen sammeln. Zu meinen weiteren Aufgaben gehörte das Einsortieren der neuen Ware, die Dekoration der Fenster wie auch die Anfertigung einiger Rechnungen. Mir persönlich hat das Praktikum sehr viel Spaß gemacht und ich bin dankbar, dass ich so viele Erfahrungen mitnehmen durfte.
Jedem, der in diesem Bereich interessiert ist, könnte ich ein Praktikum in der Inselapotheke auf Langeoog empfehlen.

(Henrike)

 

Sozialpädagogin, Wilhelmshaven

 

Ich habe vom 04.05-22.05.2015 ein Praktikum als Solzialpädagogin im Havenhaus in Wilhelmshaven durchgeführt. Die Arbeit mit psychisch kranken Erwachsenen  hat mir sehr gut gefallen.

Wir gingen mit den Klienten jeden Tag einkaufen und kochten gemeinsam, spielten nachmittags Spiele oder machten Spaziergänge. Montags und Mittwochs sind alle Klienten, die Lust hatten, zum Minigolfplatz gegangen. Das ist ein Projekt der GPS. Der Minigolfplatz ist schon seit Jahren nicht mehr bespielt worden. So haben meistens drei oder vier Klienten den Rasen gemäht oder Zäune gestrichen.

Ich kann allen den Praktikumsplatz nahelegen, die etwas mit psychisch kranken Menschen machen möchten. Im Normalfall nimmt das Havenhaus keine Schüler-Praktikanten. Es war also sozusagen eher eine Ausnahme.

(Neele)

 

Rechtspflegerin, Gelnhausen

 

Nach meinem Praktikum bei der Polizei in Wittmund habe ich mich dazu entschlossen, mein nächstes Praktikum beim Gericht in Gelnhausen zu machen. Es bot sich an, Gelnhausen zu wählen, da ich dort die Möglichkeit hatte, einen Blick ich die Jugendarrestanstalt zu werfen. Des Weiteren hatte ich eine Unterbringungsmöglichkeit bei meinen Verwandten. Während meines Praktikums durfte ich in mehrere Berufe reinschnuppern, z. B. in den Beruf des Richters und der Rechtspflegerin. Ich habe in Begleitung der leitenden Jugendrichterin mehreren Verhandlungen beigewohnt, außerdem durfte ich mir mal anschauen, wie das im Grundbuchamt so läuft. Dort werden alle Grundstücke, die es in dem jeweiligen Landkreis gibt, verwaltet.

Am meisten haben mich allerdings die Verhandlungen interessiert, da es dort vorwiegend um junge Menschen in meinem Alter ging. Auch der Besuch in der Jugendarrestanstalt war sehr spannend, da sie ganz anders war, als ich sie mir vorgestellt habe, und die Jugendlichen dort gar nicht aussahen, wie man sich Verbrecher vorstellt.

Zunächst war ich sehr erstaunt über die Rückfallquote von 70%, bei straffälligen Jugendlichen. Dann wurde mir aber klar, dass manche der Jugendlichen sich dort sogar sehr wohl fühlten, da sie dort Menschen hatten, die sich um sie kümmerten.

Am meisten hat es mich erschreckt, dass es vielen der Jugendlichen so schlecht geht, dass sie nur die Möglichkeit einer Zukunft außerhalb der Legalität sehen.

Es ist schwer zu sagen, ob man dieses Praktikum weiterempfehlen kann. Mir hat es sehr viel gebracht, aber man muss schon in der Lage sein, die oft recht harten Lebensgeschichten der Jugendlichen nicht zu nah an sich heranzulassen.

 

(Tessa)

 

Buchhändlerin, Langeoog

 

Ich habe mein Praktikum bei der Buchhandlung Krebs absolviert. Vormittags habe ich von 8:15-12:00 und nachmittags von 15:00-17:00 Uhr gearbeitet. Morgens habe ich die Zeitungen sortiert und in die Ständer gesteckt. Dann habe ich die Regale wieder in Ordnung gebracht, habe kassiert, die Ware / Bücher ausgepackt, eingescannt und weggepackt sowie Bücher für die Kunden bestellt.

Manchmal musste ich auch mal etwas als Geschenk einpacken. Aber das Wichtigste ist, immer freundlich zu den Kunden zu sein. Auch wenn die Kunden nerven oder nicht gerade freundlich zu einem sind.

Im Großen und Ganzen hat es mir sehr viel Spaß gemacht. Ich würde euch empfehlen, dort ein Praktikum zu machen, wenn ihr ein Bücherwurm seid und es mögt, mit Kunden zu arbeiten. Natürlich ist es auch mal im Laden langweilig, wenn schönes Wetter ist und die Leute eher zum Strand wollen. Aber man sollte bloß nicht denken, dass dann den ganzen Tag nichts los ist. Dann kommt, wie die Leute im Laden sagen, der Kleinbus und dann darf man bloß nicht überfordert sein. Sonst bekommt man an der Kasse nichts mehr auf die Reihe.

Ich hoffe, dass ich euch mit dem Bericht bei eurer Praktikumswahl weiterhelfen konnte.

 

(Jasmin)

 

Dachdecker, Langeoog

 

Ich habe ein Praktikum als Dachdecker gemacht.

Die Mitarbeiter etc. waren sehr freundlich und auch hilfsbereit.

Überwiegend musste ich säubern und Material transportieren,

egal ob mit bloßen Händen oder mit Schubkarre oder ähnlichem.

In der zweiten Woche durfte ich auch mit Einführung an die große "Kap-Säge". Hier habe ich überwiegend Holz für die Fassade geschnitten.

In der dritten Woche hat sich alles wiederholt, das heißt, Sachen schleppen und Holz schneiden.


Zwar ist Dachdecker für mich allerdings kein Beruf, den ich später ausüben möchte, ich würde trotzdem empfehlen, ein Praktikum als Dachdecker zu machen, damit man sich eine eigene Meinung zu diesem Handwerk bilden kann.


Viel Spaß bei eurem späteren Praktikum,

(Dorian)

 

Kauffrau der Grundstücks- und Wohnungswirtschaft, Langeoog

 

Ich habe vom 04. bis zum 22. Mai 2015 ein Berufspraktikum auf Langeoog bei der Firma Gert Kämper Immobilien und Hausverwaltungen GmbH absolviert. So habe ich Eindrücke des Berufs einer Kauffrau der Grundstücks- und Wohnungswirtschaft sammeln können.

Zu den Aufgabengebieten von Immobilienkaufleuten gehören Immobilien suchen, kaufen und verkaufen bzw. vermieten und verwalten.

Sie vermitteln bei Finanzierungswünschen zwischen Bank und Kunden. Erstellen von Bewertungen, Organisation von Besichtigungen sowie Reparatur- und Instandhaltungen beauftragen und kontrollieren und eventuelle Versicherungsschäden zu regulieren gehören ebenso zu den Aufgabengebieten der Immobilienkaufleute.

Ich durfte während meines Praktikums an einer Eigentümerversammlung teilnehmen, ein Exposé erstellen und bei verschiedenen Wohnungsbesichtigungen dabei sein. Im Außendienst konnte ich bei der Bestandsaufnahme von Häusern und Grundstücken mithelfen. Außerdem wurden mir die Grundlagen eines Kaufvertrages erklärt.

Mir hat das Praktikum sehr gut gefallen und ich würde es anderen Schülern weiterempfehlen.

 

(Joy-Aimée)


Mediengestalter Bild und Ton, Oldenburg

 

Ich habe mein Praktikum beim NDR im Studio Oldenburg absolviert. Dort war ich im Schnitt tätig. Hier haben wir das Rohmaterial eingelesen, welches die Kameramänner aufgenommen haben.

Um das Material schneiden zu können, muss man es erst auf den Computer einlesen.

Beim Einlesen des Materials muss man sich das komplette Material anschauen und sich Notizen machen, um dann beim Schnitt nicht stundenlang nach einer bestimmten Stelle zu suchen.

Ich hatte auch die Möglichkeit, zu einem Dreh zu fahren und habe an einer Konferenz teilgenommen. Dort wurde besprochen, was aktuell zu erledigen ist und wie die Resonanz der gesendeten Beiträge vom Vortag war.

Ich persönlich fand das Praktikum sehr gut und werde wahrscheinlich in diesen Bereich beruflich einsteigen.


(Mattis)

 

Torte.jpg

Bäckerin und Konditorin, Langeoog

 

Mein diesjähriges Praktikum absolvierte ich in der Bäckerei und Konditorei Recktenwald.

Es hieß für mich, jeden Morgen um 6 Uhr in der Backstube zu sein. Da hatte ich ja noch Glück, denn eigentlich beginnen die Bäcker und Konditoren schon um 2 Uhr mit der Arbeit.

Meinen ersten Tag startete ich mit einem Rundgang durch die Backstube und Herr Recktenwald stellte mich den Mitarbeitern vor. Gleich danach ging es für mich los. Ich durfte die frisch gebackenen und abgekühlten Gebäckstücke wie Nussecken, Mandelhörnchen und Schoko-Cookies mit Schokolade überziehen. Diese Arbeit habe ich täglich in der Backstube verrichtet. Eine weitere tägliche Aufgabe war das Puddingkochen, aber nicht nur 1 oder 2 Liter, sondern bis zu 10 Liter. Nun weiß ich endlich, wie man richtig Pudding kocht.

Zu meinen weiteren Aufgaben zählten z. B. Torten und Kuchen belegen, Pralinen füllen und verpacken, Mandelhörnchen formen, Cookies schneiden und Schokolade gießen. Jeden Tag habe ich etwas Neues dazugelernt.

Sobald ich eine Frage hatte, konnte ich sie stellen und sie wurde mir sofort beantwortet. Immer, wenn ich mit den Bäckern und Konditoren zusammengearbeitet habe, wurden mir die Arbeitsschritte so wie deren Notwendigkeit erklärt.

Um 10 Uhr war für mich die Arbeit in der Backstube zu Ende und am Nachmittag ging es für mich weiter, indem ich die Mitarbeiter im Laden unterstützte. Dort schnitt ich Kuchen, kochte Kaffee und bediente die Kunden.

An meinem letzten Praktikumstag durfte ich meine eigene Torte zum Geburtstag meines Bruders kreieren.

Und somit endete für mich ein rundum gelungenes Praktikum in einem Superteam und einem Chef, den ich mir für meine spätere Berufsausbildung wünschen würde. Ich danke dem Team Recktenwald.

(Meike)

 

Medizinische Fachangestellte, Langeoog


Im Zeitraum vom 04. bis zum 22. Mai 2015 habe ich ein Betriebspraktikum in der Arztpraxis Dr. Koller absolviert und habe den Beruf MFA ( Medizinische-Fach-Angestellt) kennengelernt.

Ich durfte in der Zeit Patienten ins Sprechzimmer bitten, Blutdruck und Blutzucker messen, Akten einsortieren und bei einem Kollegen Blut abnehmen. Insgesamt wurde mir sehr viel
gezeigt und erklärt. Ich kann auf jeden Fall die Praxis weiterempfehlen.

(Vanessa)

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Elektroniker bei der EWE

 

Ein halbes Jahr vor Praktikumsbeginn, habe ich die Bewerbung geschrieben und abgeschickt. Nach wenigen Tagen bekam ich die Rückmeldung, dass die EWE mir in dieser Zeit einen Praktikumsplatz anbieten kann und wurde zu einem persönlichen Gespräch in die Firma eingeladen. Während des Praktikums habe ich vieles über den Beruf des Elektronikers gelernt.

In den ersten Tagen durfte ich noch nicht so viele Arbeiten durchführen, doch in der dritten Woche durfte ich viele Sachen schon selber machen. Diese Arbeiten waren zum Beispiel: Gas- und Stromzähler einbauen, Arbeiten mit PC Programmen (GIS Mobil) oder auch das Aufsuchen einer Gas- oder Stromleitung.

Ich fand das Praktikum spannend, informationsreich und würde jedem ein Praktikum in dem Betrieb empfehlen. Man braucht dafür gute Mathe- und Physik-Kenntnisse und man sollte über eine gute körperliche Fitness verfügen.

 

(Fabio)