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Inselschüler auf Zeitreise

Besuch im Museumsdorf Cloppenburg

 

Am 2. September begab sich die gesamte Inselschule auf eine Zeitreise. Gemeinsam besuchten alle Schülerinnen und Schüler mit dem Kollegium das Museumsdorf in Cloppenburg und nahmen dort an verschiedenen Workshops teil, in denen sie hautnah erfahren konnten, wie vor mehreren hundert Jahren gelebt und gearbeitet wurde.

 

 

Die Klassen wurden im Museumsdorf von den Museumspädagoginnen freundlich empfangen und – da wir mit einiger Verspätung anreisten – sofort zu den Workshops geleitet. Je zwei Klassen blieben den Tag über als Team zusammen.

 

Klasse 1 und 3 besuchten zuerst eine Schule aus dem 18. Jahrhundert. Gespannt erfuhren sie, dass Kinder früher nur im Winter zur Schule gehen mussten. Die Begeisterung darüber wurde allerdings bald gedämpft, als sie erfuhren, dass Kinder früher dafür im Sommer auf den Feldern und Weiden hart arbeiten mussten. Nachdem eingeübt worden war, wie man sich früher in der Schule zu benehmen hatte (ab und zu kam auch bei uns der Rohrstock zum Zuge, allerdings wurde nur auf die Bank geklopft), konnte die Schreibstunde beginnen. Mit dem Bleistift übten die Kinder, einfache Buchstaben und ihren Namen in alter Deutscher Schrift zu schreiben, was besonders für die Erstklässler eine Herausforderung darstellte, die sie aber tapfer meisterten. Die Klasse 3 erkannte im Klassenraum auch den Rechenrahmen wieder, der in der Inselschule noch immer als Schatz gehütet wird und im Sachunterricht zum Einsatz kommt, wenn über „Schule früher“ gesprochen wird.

 

Nach einer Brot- und Tobepause wanderten die beiden Klassen über das weitläufige Gelände zum Quatmannshof. Dort wurden sie in das mühsame Geschäft des Butterns eingeweiht und erfuhren, dass man früher dazu sogar besondere Hunde eingesetzt hat.

Nach der Anstrengung gab es frisch gebackenes Brot mit Käse und der Butter, die Herr Dedert eigenhändig gebuttert hatte. Am Ende des Workshops durfte jedes Kind seine „eigene“ Süßrahm-Butter mit nach Hause nehmen.

 

Leider reichte die Zeit nicht, sich im Museumsdorf auch auf eigene Faus umzusehen. Sicher aber dient der Besuch den Kindern als Anregung, dieses Freilichtmuseum auch einmal mit der eigenen Familie zu besuchen.

 

Da die Fähre um 16.00 dann doch knapp verpasst wurde, ergab sich für die Kinder die Gelegenheit, sich im und um das Fährhaus von der langen Busfahrt zu erholen. Die Klasse 3 stromerte ans Molenende, um dort die letzten Proviantreste zu verzehren, zu „angeln“ und die wilde Gegend zu erkunden.

 

Mit dem letzten Schiff erreichten dann alle Inselschüler wohlbehalten wieder die heimatliche Insel.

 

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