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Große Zukunft für kleinste Strukturen

Nanotechnologie-Workshop und Vortrag an der Inselschule

Junge Menschen für neue Technologien begeistern ist das Ziel, das Andrea Reinhardt, die an der Gründung mehrerer Technologieunternehmen mitgewirkt hat, am Donnerstag, dem 25. Juni,  in der Inselschule verfolgt hat. Der Kontakt zur Schule war über Twitter zu Christiane Schicke und das Rebenprojekt (siehe weiterer Artikel von heute) entstanden, die daraus entwickelte Idee der Vortragsreihe entpuppte sich als Glücksfall für die Schule.

 

Im Mittelpunkt stand die Nanotechnologie, das heißt der Einsatz kleinster Strukturen zum Beispiel auf Oberflächen, mit denen nützliche Eigenschaften der Natur nachgebildet werden können, die aber darüber hinaus noch viele weitere Einsatzfelder eröffnen.

 

Zunächst war sie bei der Grundschule zu Gast, die sie über Alltagsbeispiele und spannende Videos unter anderem von der Sendung mit der Maus an das Thema heran führte, ungewöhnlich aufmerksam verfolgten die Mädchen und Jungen die Ausführungen, obwohl im gleichen Raum Experimentierstationen auf die kleinen Forscher warteten. Weitere Themen waren das hochfeste und ultraleitfähige Graphen und Gecko-Klebestreifen.

 

Große Faszination üben vor allem Oberflächen mit Nanostrukturen aus, von denen nach dem Vorbild der Lotusblume Wasser abperlt und Dreck wegspült. "Cool!" - war dann auch der mehrfach gehörte Kommentar, als Wassertropfen mit Pipetten auf Kohlblättern Fahrt aufnahmen. Außerdem konnten unter Mikroskopen, die Andrea Reinhardt der Schule für weitere Forschungsworkshops überließ, Graphitstriche und ein Microfasertuch untersucht werden.

 

Am Nachmittag folgte dann ein Vortrag für die höheren Klassen, hier wurden über eine Videokonferenz Schüler und Lehrer vom Niedersächsischen Internatsgymnasium Esens (NIGE) und Borkum eingebunden.

 

Andrea Reinhardt stellte den Bereich Nanotechnologie mit Anwendungsbereichen und dem Bezug zur Bionik am Beispiel biologischer Oberflächen vor und warf auch einen kritischen Blick auf das Thema, denn Technologie muss sicher sein und da stellt sich die Frage nach Nanopartikeln in der Umwelt. Der Verbraucher entscheidet dabei aktuell und in Zukunft durch seine Produktwahl mit. Ein besonderes Beispiel sind Nanopartikel in Körperpflegeprodukten mit dem Problemstoffs Polyquaternium-7, dem gegenüber steht die Aufbereitung kontaminierten Grundwassers durch Eisen-Nano-Partikel.

 

Als Dank überreichte Schulleiterin im Namen aller beteiligten Schulen ein Geschenk an Andrea Reinhardt für den spannenden Nano-Tag auf Langeoog. Die Fach-Kollegien hätten viele Anregungen für die Naturwissenschaften mitgenommen.

Text: Klaus Kremer, Langeoognews

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